Sicherheit im Kiez

Zur Veranstaltung vom 15. März ein Gastbeitrag

Organisiert durch den Nachbarschaftsverbund Mühlenkiez, fand am 15. März eine polizeiliche Präventionsveranstaltung für Anwohner*innen aus dem Mühlenkiez in der KulturMarktHalle statt.

Die Präventionsbeauftragte des Abschnitts 16, Frau Arndt, der Kontaktbereichsbeamte, Herr Otto und Herr Güldner, in seiner Funktion als Verkehrssicherheitsbeauftragter des Abschnitts 16, stellten das polizeiliche Präventionsteam sowie dessen Arbeitsbereiche im Kiez kurz vor. Von Drogen- und Gewaltprävention mit Kindern und Jugendlichen, über Anti-Gewalt-Trainings, bis hin zu Schulungen zur Sicherheit im Straßenverkehr und die Vertretung der Polizei in Netzwerkrunden zu relevanten Themen, ist das Team auf vielen Bereichen der Prävention aktiv.

Im Anschluss an die Vorstellung besprach Frau Arndt mit den interessierten Nachbar*innen aktuell relevante Themen, wie die Masche des „falschen Polizisten“, Wohnungseinbrüche und Taschendiebstähle. Insbesondere die Masche des falschen Polizisten wurde von Verbrecherbanden in jüngster Zeit intensiv genutzt. Bei dieser Betrügerei werden insbesondere ältere Menschen von Kriminellen angerufen, die sich als Polizisten ausgeben. Häufig wird erzählt, dass man die Bankdaten des Angerufenen bei Betrüger*innen gefunden hätte und befürchte, dass das Vermögen des Angerufenen daher auf der Bank nicht mehr sicher sei. Die Angerufenen werden dann mit einer schlauen Geschichte dazu gebracht, ihr Vermögen abzuheben und einem vermeintlichen Polizisten zur „sicheren Verwahrung“ zu übergeben. In manchen Fällen wurde sogar die 110 als Anrufernummer eingeblendet. Das Team der Polizei betonte mehrfach, dass die Polizei niemals von der 110 anrufen oder Bürger*innen dazu auffordern würde, der Polizei Geld zu übergeben. Frau Arndt machte klar, dass Betrüger*innen immer mit Angst arbeiten und deshalb versuchen Druck aufzubauen. Sie empfahl, Gespräche, die einem seltsam vorkommen, schnell zu beenden und die Polizeidienststelle in der Storkower Straße zu kontaktieren. Es gab bereits derartige Vorfälle im Mühlenkiez.

Generell betonten die Beamt*innen an diesem Abend immer wieder, dass besonders ältere Menschen Opfer von Betrügereien werden. Häufig stehen Senior*innen noch in den lokalen Telefonbüchern; anhand von Namen und Adresse lassen sich für die Verbrecher*innen auf ganz einfache Art Informationen sammeln.

Beim Thema Wohnungseinbrüche verzeichnete die Polizei in jüngster Zeit keine besonderen Veränderungen. Die Zahl der Wohnungseinbrüche im Kiez ist konstant und der Mühlenkiez keine Hochburg für Wohnungseinbrüche. Generell empfahl Frau Arndt vor allem denjenigen, die im Erdgeschoss oder Hochparterre wohnen, bei Abwesenheit oder während des Schlafes alle Fenster komplett zu schließen. Außerdem sollten Schlüssel und Adresse nicht zusammen in einer Handtasche getragen werden.

Am Ende der Veranstaltung nahm das Präventionsteam noch Fragen und Anregungen der Anwohner*innen entgegen. Viele Anwesende beklagten sich vor allem über die Situation an der Endhaltestelle des Busses der Linie 200 an der Michelangelostraße, da die Pausenzeiten der Schulbusse häufig mit laufendem Motor an der Schwimmhalle verbracht werden. Der Verkehrssicherheitsbeauftragte, Herr Güldner, versprach mit den verantwortlichen Stellen über eine Lösung zu sprechen. Die Polizei möchte die Situation gerne über entsprechende Verkehrszeichen lösen und zeigte sich sehr daran interessiert, die Situation für Anwohner*innen, aber vor allem auch Kinder, die zur Schwimmhalle wollen, zu verbessern.
Alles in allem erlebten die Nachbar*innen einen äußerst informativen Abend, für den wir uns beim Präventionsteam des Abschnitts 16 ganz herzlich bedanken. Auch dem Nachbarschaftsverbund als Organisator und dem Team der KulturMarktHalle als Veranstaltungsort soll für die Mühe im Vorfeld gedankt sein.

Im folgenden finden sie die Empfehlungen der Polizei zusammengefasst.

Der falsche Polizist

  • Die Polizei ruft nie von der 110 an.

  • Die Polizei bewahrt kein Geld für Bürger*innen auf und bittet Sie auch nicht, ihr welches zu übergeben.

  • Beenden Sie Gespräche, die Ihnen seltsam vorkommen, schnellstmöglich und zögern Sie nicht, sich an die Polizei in der Storkower Straße zu wenden.

  • Melden Sie jeden Vorfall, auch wenn nichts passiert ist, unbedingt der Polizei. Die Fälle müssen dokumentiert werden.

  • Sollte ein Polizist bei Ihnen klingeln und Sie sich unsicher sein, rufen sie die Polizei an und fragen sie nach. Jeder echte Beamte wird dies verstehen und ruhig abwarten.

  • Wenn nicht unbedingt nötig, empfiehlt die Polizei, sich aus dem öffentlichen Telefonbuch auszutragen.

Wohnungseinbrüche:

  • Schließen sie alle Fenster, wenn sie die Wohnung verlassen oder schlafen, vor allem wenn sie im Erdgeschoss oder Hochparterre wohnen.

  • Führen sie niemals ihren Schlüssel und ihre Adresse in einer Tasche mit. Die Pflicht den Personalausweis mitzuführen besteht seit Jahren nicht mehr.

  • Die Polizei rät dringend davon ab, die vollständige Adresse im Internet anzugeben. Das Internet vergisst nicht.

  • Man sollte seine Erreichbarkeitszeiten nicht auf den Anrufbeantworter sprechen.

  • Die Tür sollte, auch bei ganz kurzen Ausflügen, unbedingt abgeschlossen werden.

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