ÖKO-AG der KulturMarktHalle

Beim Treffen des Nachbarschaftsverbundes Mühlenkiez am 12.11.19 stellte Dr. Hans-Volker Pürschel die von ihm initiierte ÖKO-AG vor. Die AG ist als juristische Person Mitglied im KulturMarktHalle e.V. Sie ist seit etwa einem Jahr aktiv und verfolgt das Ziel, durch ökologisch sinnvolle naturhafte Gestaltung von Teilen der Grünanlagen im Mühlenkiez die Vielfalt an Pflanzen,Insekten und Singvögeln zu fördern, nachdem besonders in den letzten Jahrensehr viel Grün vernichtet wurde– offenbar um für Rasenmäher freie Bahn zu schaffen. Die ÖKO-AG setzt damit den „ÖKO-Natur- und Kultur-Lehrpfad“ fort, den die inzwischen altersbedingt aufgelöste „Werkstatt für Zukunfts-Forschungund Gestaltung e.V.“ hinter Hanns-Eisler-Str. 54-78 jahrelang betrieben hat.

Die AG gestaltet derzeit vier Projekte auf Grünflächen der WGBZ: ein abgezäuntes ÖKO-Areal mit Frühjahrsblühern, ein mit Benjeshecken abgegrenztes naturhaftes Areal (auch Hundeauslauf) und eine Bienenweide. Darüber hinaus wurde Essbares angepflanzt, das jeder, der möchte, abernten darf. Damit wird das Konzept „Essbare Grünanlagen“ verfolgt, das wegen seiner positiven ökologischen wie sozialen Wirkungen in immer mehr Städten erprobt wird. In Erwartung der Klimaerwärmung wurden vorausschauend zwei Edelkastanien und ein Feigenbaum gepflanzt.

Leider gefällt das nicht allen. Aufgrund von Beschwerden Einzelner mit meist auf Unkenntnis beruhenden Argumenten wurden von der WGBZ bereits zweimal ökologisch wie sozial sinnvolle Projekte – wie z.B. der Feigenbaum – beseitigt. Damit so etwas nicht wieder passiert, strebt die ÖKO-AG mit der WBGZ einen Kooperationsvertrag an. Die WGBZ hat durch Herrn Schaaf, der als Ansprechpartner benannt wurde, Interesse bekundet, sich mit den bisher angelaufenen und ggf. weiteren Projekten gemeinsam mit der ÖK-AG um den Pankower Umweltpreis 2020 zu bewerben.

Weil es solchen Gegenwind gibt und offenbar einige Menschen nicht begriffen haben, dass wir dringend einen tiefgreifenden Wandel in Richtung ökologischer Nachhaltigkeit brauchen, leistet die ÖKO-AG neben ihren gärtnerischen Aktivitäten mittels einer eigenen Info-Tafel auch ökologische Aufklärungs- und Bildungsarbeit. Und um insbesondere Kinder und über diese auch die Eltern für ökologische Grüngestaltung zu erwärmen, organisiert die ÖKO-AG soziokulturelle Veranstaltungen „rund um’s Grün“. So möchte die ÖKO-AG zum nächsten Osterfest Sträucher in dem ÖKO-Garten mit bunten Ostereiern schmücken, die in Workshops von Kindern mit ihren Eltern hergestellt werden. Um das langfristig vorzubereiten, gibt es am 23.11.19 von 14-17 Uhr unter dem Titel „Vor Weihnachten schon an Ostern denken“ in der KulturMarktHalle einen Workshop, bei dem Kinder Hilfsmittel bauen zur Gestaltung von Ostereiern mit der traditionellen sorbischen Wachstechnik. Mit Unterstützung ihrer Eltern lernen sie dabei den Gebrauch verschiedener Handwerkszeuge kennen.

Der Nachbarschaftsverbund wird gebeten, die Arbeit der ÖKO-AG zu unterstützen.

Kiezfest 2019

Ja, die Planung und Organisation laufen auf Hochtouren.
In diesem Jahr haben wir einen Sonnabend als Veranstaltungstag gewählt, weil uns in den beiden letzten Jahren die Besucher darauf ansprachen, dass ein Sonnabend für viele berufstätige Anwohner günstiger wäre.

Da wir uns in diesem Jahr ohnehin nicht am Schulfest orientiert haben, sondern das Kiezfest wegen der frühzeitigen Sommerferien in die Zeit nach den Ferien verlegt haben, sind wir diesem Wunsch nachgekommen.
Allerdings bedeutet es auch, dass die Mitarbeiter der Sponsoren, also der Wohnungsunternehmen, auch ihr Wochenendfrei genießen wollen, so dass wir noch nicht wissen, ob und durch wen die Wohnungsunternehmen vertreten sein werden.

Leider passt dieser Termin auch nicht in die Planung des THW, so dass wir für die Stromversorgung von Bühne und Marktständen diesmal eine andere Lösung finden mussten.

Für die Bühne und das Live-Musikprogramm ist in diesem Jahr die KMH (Kulturmarkthalle) zuständig, dazu gibt es wie in den letzten Jahren Musik von der Diskothek.

Wir hoffen auf schönes Wetter und viele Besucher – und sicher gehören Sie dazu, oder?

Sicherheit im Kiez

Zur Veranstaltung vom 15. März ein Gastbeitrag

Organisiert durch den Nachbarschaftsverbund Mühlenkiez, fand am 15. März eine polizeiliche Präventionsveranstaltung für Anwohner*innen aus dem Mühlenkiez in der KulturMarktHalle statt.

Die Präventionsbeauftragte des Abschnitts 16, Frau Arndt, der Kontaktbereichsbeamte, Herr Otto und Herr Güldner, in seiner Funktion als Verkehrssicherheitsbeauftragter des Abschnitts 16, stellten das polizeiliche Präventionsteam sowie dessen Arbeitsbereiche im Kiez kurz vor. Von Drogen- und Gewaltprävention mit Kindern und Jugendlichen, über Anti-Gewalt-Trainings, bis hin zu Schulungen zur Sicherheit im Straßenverkehr und die Vertretung der Polizei in Netzwerkrunden zu relevanten Themen, ist das Team auf vielen Bereichen der Prävention aktiv.

Im Anschluss an die Vorstellung besprach Frau Arndt mit den interessierten Nachbar*innen aktuell relevante Themen, wie die Masche des „falschen Polizisten“, Wohnungseinbrüche und Taschendiebstähle. Insbesondere die Masche des falschen Polizisten wurde von Verbrecherbanden in jüngster Zeit intensiv genutzt. Bei dieser Betrügerei werden insbesondere ältere Menschen von Kriminellen angerufen, die sich als Polizisten ausgeben. Häufig wird erzählt, dass man die Bankdaten des Angerufenen bei Betrüger*innen gefunden hätte und befürchte, dass das Vermögen des Angerufenen daher auf der Bank nicht mehr sicher sei. Die Angerufenen werden dann mit einer schlauen Geschichte dazu gebracht, ihr Vermögen abzuheben und einem vermeintlichen Polizisten zur „sicheren Verwahrung“ zu übergeben. In manchen Fällen wurde sogar die 110 als Anrufernummer eingeblendet. Das Team der Polizei betonte mehrfach, dass die Polizei niemals von der 110 anrufen oder Bürger*innen dazu auffordern würde, der Polizei Geld zu übergeben. Frau Arndt machte klar, dass Betrüger*innen immer mit Angst arbeiten und deshalb versuchen Druck aufzubauen. Sie empfahl, Gespräche, die einem seltsam vorkommen, schnell zu beenden und die Polizeidienststelle in der Storkower Straße zu kontaktieren. Es gab bereits derartige Vorfälle im Mühlenkiez.

Generell betonten die Beamt*innen an diesem Abend immer wieder, dass besonders ältere Menschen Opfer von Betrügereien werden. Häufig stehen Senior*innen noch in den lokalen Telefonbüchern; anhand von Namen und Adresse lassen sich für die Verbrecher*innen auf ganz einfache Art Informationen sammeln. „Sicherheit im Kiez“ weiterlesen